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#0 Ich fliege nach ... Korea

Blog-1-Titelbild
Herzlich Willkommen.
Du hast es geschafft meinen Blog zu finden! Kurz und knapp, worum geht es hier?
Ich fliege für zehn Tage nach Südkorea, eine neue Welt für mich, ein Land zu dem ich vorher so gut wie keine Beziehung hatte. Generell galt Asien für mich immer als „weit weg“ – sowohl geografisch als auch kulturell.
Aber warum fliege ich dann nach Korea? Schuld daran ist wohl mein lieber Freund Nils, der sich dafür entschieden hat, „einfach mal so“ für ein halbes Jahr nach Korea zu ziehen. Mit einem Working Holiday Visum können junge Leute aus der ganzen Welt für bis zu ein Jahr in Korea leben. Einer davon ist Nils. An dieser Stelle mache ich direkt mal ein bisschen Werbung für seinen
Blog (nils-baufeld.com), in dem er mit ein bisschen mehr Durchblick und Verständnis regelmäßig über seine Zeit in Korea schreibt.

Meine Reise geht nach Seoul, das ziemlich „mittig“ auf der Nord-Südachse von Korea liegt. Die Hauptstadt liegt nicht weit von der Grenze zu Nordkorea.

Map_Seoul

Ab Amsterdam geht der Flug direkt nach Incheon, dem internationalen Flughafen von Seoul, der noch einmal rund 90 Minuten mit der Bahn von Seoul entfernt liegt. Ein Metro-Ticket kostet rund 4 Euro (London, nimm dir ein Beispiel daran!).

Wofür schreibe ich diesen Blog?
Zum einen, um meine Sicht und Erfahrung mit allen zu teilen, die es interessiert und sich fragen wie es in Korea ist. Zum anderen aber auch für mich selbst, um die Erlebnisse zu reflektieren und die Zeit hier produktiv zu nutzen.
Da es mein erstes Mal in Asien ist, versuche ich den ungefilterten Kulturschock zu Worte zu bringen, sowohl das Positive als auch alle Schocker, die mich ggf. erwarten.
Ohne Sprachkenntnis vertraue ich voll und ganz auf Nils‘ hervorragendes koreanisch (und, das sei an dieser Stelle gesagt, seine Freundin Haneul). Mein Wortschatz geht leider über Hallo (
annyeonghaseyo), Danke (gamsa), Entschuldigung (mianae) und Hurensohn (gaesaekki) nicht hinaus.

Bisher hatte ich wenig Berührungspunkte mit dem Land und gerade deshalb ist es auch so interessant ins Ungewisse zu reisen. Ich weiß, dass Samsung und KIA aus Korea kommen, dass der Norden und Süden des Landes unter Einfluss von China und den USA getrennt wurden und dass Donald eine Menge Quatsch über den Norden twittert.
Doch viel kommt nicht in Europa an. China ist im Moment allgegenwärtig, Japan hat die Jugend meiner Generation geprägt (Animes wie Pokemon und Digimon) und Länder wie Thailand sind beliebte Urlaubsziele. Doch was macht den garnicht mal so kleinen Halb-Insel Staat aus? Das versuche ich herauszufinden.
Diesen ersten Blogeintrag schreibe ich aus dem Flugzeug. Tag 0 sozusagen. Auch wenn der Artikel etwas später online gehen mag, ist das meine letzte ungetrübte Sicht, bevor ich das Land betrete.

Die Vorbereitungen haben ergeben, dass es mal wieder super ist einen deutschen Pass zu besitzen. Man benötigt weder Visa noch Reiseanträge (wie z.B. in den USA) um in Korea einzureisen, es herrscht keine Impfflicht und einen anderen Stromstecker braucht man auch nicht (die meisten deutschen Ladegeräte funktionieren ohne Weiteres). Ich kann also ohne Vorbereitungen einreisen; zumindest fast.

Eine Bleibe habe ich über AirBnB gefunden, in der Nähe des hippen Stadtteils Gangnam (ja…), Mobilität ist über das Metro-Netz gewährleistet, wobei eine Fahrt zwischen 80ct und 2 Euro kostet. Für alles andere habe ich Nils, Haneul oder Google.
Wo wir gerade bei Google sind. Überraschenderweise hat Google nie bis wenig Fuß in Korea fassen können. Google Maps hat veraltetes, schlechtes Kartenmaterial (welches sich ebenfalls nicht mal herrunterladen lässt) und mit der Suche haben sie ebenfalls nur einen Marktanteil von rund 15%. Der Platzhirsch ist hier „Naver“, die viele der beliebten Apps anbieten. Naver ist quasi das koreanische Google, wenn man so will.
Auf der anderen Seite gibt es noch KakaoTalk, das koreanische WhatsApp. Was sonst noch alles in ist, erfahre ich den kommenden Tagen.
Glücklicherweise gibt es mittlerweile Übersetzer für das Smartphone, die den übersetzten Text live in das Kamerabild projizieren. Wir werden sehen, wie gut das klappt.

Was bleibt sonst noch zu erwarten?
Fotos. Eine Menge Fotos. Ich nehme die Kamera überall hin mit, und versuche, das Erzählte in Bilder zu fassen.
Die besten Fotos gibt es dann hier, oder auf Instagram (@rofloma) zu sehen.

Ich bin gespannt was mich erwartet – eine gewisse Aufregung kann ich nicht verbergen, auch wenn Sie definitiv positiv ist.